Musikverein Heilbronn-Kirchhausen e.V.


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Vereinsheim

Über uns

Wie kam es dazu?
In den 1990er Jahren drängten sich jeden Freitagabend 60 Musiker der Aktiven Kapelle im Vereinsraum im ersten Stock des Deutschordensschlosses. Der zur Verfügung stehende Probenraum war gerade 63 Quadratmeter groß. Eine konzentrierte Probenarbeit oder gar eine musikalische Weiterentwicklung war kaum möglich.
Ausweichmöglichkeiten gab es nicht – die MKK Oldies mussten deshalb immer unter der Woche proben. Über eine Jugendarbeit in größerem Stil brauchte man überhaupt nicht zu diskutieren – es gab schon mit wenigen Nachwuchsmusikern regelmäßig Probleme bei der Terminabstimmung der Stundenpläne. Aber was ist ein Verein ohne Nachwuchs?
All diese Probleme führten zu einer einzigen logischen Schlussfolgerung – es mussten eigene Räume her, die dem Bedarf eines modernen, agilen Vereines entsprechen. In der außerordentlichen Generalversammlung des Musikvereins am 29.09.1999 sprachen sich deshalb die Mitglieder des Vereines mit großer Mehrheit für den Bau eines eigenen Vereinsheimes aus. Das Abenteuer konnte beginnen …

Vorbereitungen
Mit Unterstützung durch die Stadt Heilbronn konnte schnell ein geeignetes Grundstück für das Bauvorhaben gefunden werden. Direkt neben der Deutschordenshalle wurde uns ein Platz zum Kauf angeboten. Der Kaufvertrag wurde durch die beiden Vorstände Adi Kainer (1. Vorstand) und Bernd Göttler (2. Vorstand – heute 1. Vorstand) am 26.04.2000 unterzeichnet. Nun gab es kein Zurück mehr!
Der für die Planung ausgesuchte Architekt erwies sich als Glücksgriff: Rainer Wolf, freier Architekt aus Gechingen, war (und ist) selbst Musiker und Vorsitzender eines Musikvereins. Der Bedarf der Kirchhausener wurde durch ihn genau ermittelt und in eine entsprechende Raumaufteilung umgesetzt: Ein großer Probensaal (120qm) für die Aktiven, ein kleiner für die Oldies (70qm). Zwei kleine Unterrichtsräume (je 17qm). Ein Sitzungsraum mit Teeküche, der auch für Unterricht verwendet werden kann (21qm). Zwei Abstell-, bzw. Archivräume (je 8qm). Eine Garage als große Lagerfläche (55qm). Darüber hinaus Toiletten und ein Heizraum. Und immer musste das beschränkte Budget des Vereins im Auge behalten werden …

Der erste Spatenstich
Am 26.05.2000 ging es dann tatsächlich los. Staatssekretärin Johanna Lichy, Oberbürgermeister der Stadt Heilbronn Helmut Himmelsbach, der Leiter des Schul-, Kultur- und Sportamtes Rudolf Senghaas und weitere Ehrengäste taten den ersten Spatenstich im Kapellenweg. Sie mussten sich damals ziemlich anstrengen, der Boden war wirklich „boggelhart“. Aber es sollte sich lohnen …

Die Bauphase
Durch einen einmaligen Kraftakt aller Mitglieder ging der Bau schnell voran. Schon am 04.11.2000 konnte Richtfest gefeiert werden.
Etwa 10.000 freiwillige Arbeitsstunden wurden durch die Mitglieder des Musikvereins in den Neubau ihres Vereinsheims investiert. Eine großartige Gemeinschaftsleistung, die erst so richtig erkennbar wird, wenn man umrechnet, dass ein Arbeiter mit 8 Arbeitsstunden am Tag für diese Stundenzahl 6 Jahre arbeiten müsste! Der Einsatz auf der Baustelle am Samstag wurde zur Selbstverständlichkeit. Dies konnte durchaus einmal dazu führen, dass so ein Tag wie folgt ablief: von 8.00 bis 13.30 Uhr Arbeit am Vereinsheim, von 15.00 bis 18.00 Uhr Auftritt beim Mitarbeiterfest der Firma Marbach und parallel von 17.00 Uhr bis spät in die Nacht Bewirtung beim Besenabend des Musikvereins in der Zehntscheune – es musste ja auch Geld in die Kasse kommen!
Dafür konnten aber viele Musiker auch ungeahnte Talente in sich entdecken und interessante Dinge lernen: Wie mauert man eine Zwischenwand? Wie bekommt man dicke Kabel durch enge Leerrohre? Was ist eigentlich eine Akustikdecke? Die durchgeführten Arbeiten waren vielfältig: die Isolation, die Decken, die Bodenbeläge, die Außenanlage – alles entstand durch Eigenleistung oder wurde durch diese unterstützt.
Und wer viel arbeitete, musste auch gut essen. Dafür sorgten viele fleißige Mädels. Jeden Samstag standen die leckersten Sachen auf dem Tisch: Gulasch, Gyros, Spaghetti, selbstgebackene Kuchen, und, und, und … Neben dem Arbeitsstress durfte nämlich der Spaß nicht zu kurz kommen. Dafür sind wir ja Musiker …

Die Einweihung
Am Sonntag, 09.09.2001 – also vor fast genau 10 Jahren – war es dann so weit. Unter großem Interesse der Kirchhausener Bevölkerung wurde unser Vereinsheim mit einem Tag der offenen Tür eingeweiht. Nach einem Ökumenischen Gottesdienst und einigen offiziellen Reden ging es musikalisch zünftig mit einem Weißwurst-Frühstück los. Das Mittagessen war exquisit wie das neue Vereinsheim – Hähnchenbrust mit Tomaten-Mozzarella-Füllung, Kartoffelgratin und gemischtem Salat. Da läuft einem noch heute das Wasser im Mund zusammen! Und den Höhepunkt des Tages bildete ein Fußballspiel zwischen den Funktionären des FCK und des MVK. Das Ergebnis möchten wir hier verschweigen. Zum Glück machen wir besser Musik als wir Fußball spielen …

Lebendiges Haus
Aus unserem Vereinsheim wurde schnell ein offenes, lebendiges Haus. Inzwischen proben nicht nur die Aktiven, die MKK Oldies, das Jugend- und das Schülerorchester im Kapellenweg. Mit musikalischer Früherziehung und Flötenunterricht hat der Musikverein Kirchhausen aktuell über 100 Kinder in musikalischer Ausbildung!
Ein so großer Verein will natürlich organisiert werden – mit unserem Sitzungsraum ist immer ein Platz für Ausschuss- oder Jugendsitzung, für Eltern- oder Lehrergespräche da.
Doch es gibt nicht nur musikalische Aktivitäten – wir freuen uns, dass beispielsweise regelmäßig Yogaunterricht in unseren Räumen stattfindet.
Auch gibt es regelmäßig Veranstaltungen wie Geburtstags- und Familienfeiern im Vereinsheim.


Herausforderungen für die Zukunft
Der Erhalt und die laufende Finanzierung des Vereinsheimes sind nämlich unsere größten Herausforderungen für die Zukunft. Für den Erhalt müssen jeden Samstag die Musikerinnen und Musiker ran – zum Putzdienst! Zwei Mal im Jahr wird sogar ein Großputz organisiert, bei dem das Vereinsheim von oben bis unten auf Hochglanz poliert wird.
Ein wichtiger Baustein für die Finanzierung sind die regelmäßigen Altpapiersammlungen, die der Musikverein in Kirchhausen und Biberach durchführt. Doch auch die Altpapiersammlungen sind nur mit der großzügigen Unterstützung von Sponsoren durchführbar. Wir danken deshalb an dieser Stelle dem Stuckateurbetrieb Matthias Kainer, der Schlosserei Joachim Blum und Eduard Blum dafür, dass sie uns immer kostenlos vollgetankte Fahrzeuge für die Sammlungen zur Verfügung stellen.
Obwohl alle sehr sorgfältig und schonend mit unserem Vereinsheim umgehen, sind nach 10 Jahren erste Renovierungsarbeiten fällig. Es kommt auch immer einmal wieder zu Reparaturen und Instandsetzungsarbeiten an der Elektrik oder der Heizung. Und leider wurden wir auch nicht vor Vandalismus verschont – am 01.05.2008 wurde unser Edelstahlkamin mutwillig zusammengetreten.
Es sind also weiterhin das Engagement und der finanzielle Einsatz aller Mitglieder gefragt. Auch Sie können uns beim Erhalt unseres Vereinsheimes helfen. Für uns und für unsere Jugendarbeit. Werden Sie passives Mitglied! Auch Spenden sind willkommen! Wenden Sie sich einfach an unseren ersten Vorstand Bernd Göttler (Tel. 4485 /
bernd.goettler@t-online.de) oder an einen Aktiven Musiker. Oder spenden Sie auf das Konto 1262490, Kreissparkasse Heilbronn, BLZ 620 500 00.

Termine

Kontakt

Musikverein Heilbronn-Kirchhausen e.V.
1. Vorsitzender Bernd Göttler
Wormser Str. 22/2
74078 Heilbronn-Kirchhausen
0 70 66 / 44 85
erster_vorstand@mv-kirchhausen.de

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